Turnierbericht
Hallenturnier Weidenberg 2003
Veranstalter: Stammtisch 1516 Bayreuth/ DB-SuperCup-Serie
am 03. April 2004


Oben: Scotty, Frank, Huss, Wohli, Elmar
Unten: Bernd, Andy, Anoddi, Jörg

Die Voraussetzungen für einen viel versprechenden Turnierabschluss waren schon vor Spielanpfiff gegeben. So stellte der 1.FC Heinze nicht nur eine neunköpfige Mannschaft – gespickt mit talentierten, konditionsstarken und entschlossenen Fußballathleten – diesmal ging man sogar mit einer Taktik ins erste Spiel. „Heute sollten wir mal das erste Spiel gewinnen“, meinte der Frank. Das war dann für die restlichen Blutgrätschenartisten auch nachvollziehbar, nur die Umsetzung stellte ein Problem dar. So lief man gegen die „Blauen Socken“ erstmal einem 0:1 Rückstand hinterher, nachdem die Gegner das ungenaue Passspiel in der Heinze Hintermannschaft gnadenlos ausnutzten. Auch der Jörg konnte dies nicht mit einer Kartoffelsack-Glanzparade verhindern, und der Andi ärgerte sich über seine krummen Füße.

Immerhin gelang es ihm aber dann, mit seinem nächsten Pass nicht das zweite Gegentor vorzubereiten. Der Ball fand die gewünschte Anspielstation, verkörpert durch den Scotty. Dieser lies den Ball aber seelenruhig gen Seitenauslinie tröpfeln und die Möglichkeit zum Ausgleich schien schon dahin. Doch im letzten Moment gab der Scotty dem Ball die überaus gefährliche Richtung mit Ziel linkes Toreck. Bevor die Verblüffung der Gegner geschwunden war, stand es auch schon 1:1. Von nun an lief das Spiel ausgeglichen und beide Mannschaften erarbeiteten sich sehenswerte Chancen, die auf Heinzeseite meist der Anoddi vertändelte. Aber sein entscheidender Auftritt sollte noch kommen, vorerst hörte man den Jörg aus seinem Kasten schreien: „Ich seh’ nix!“ Das lag daran, dass sowohl der Wohli, als auch der Andi sich wagemutig dem Schuss eines Angreifers in den Weg stellten. Der Ball wurde durch Andis krummes Knie unhaltbar für den Heinzekeeper abgefälscht. Der FC Heinze fand sich in einem 1:2 Rückstand wieder, Franks Taktik schien dahin und der Andi ärgerte sich. Doch noch waren knappe 3 Minuten zu spielen und man wollte sich nicht mit diesem Ergebnis zufrieden geben. Durch einen schönen Spielzug gelangte der Ball zum Dribbelmagier Anoddi, der mit seiner Taktik der kleinen Bewegungen bisher erfolglos zauberte. Doch diesmal waren seine Täuschungszutaten wohl dosiert: Arsch raus, Gegner abblocken, Ball direkt weiterleiten, blitzschnelle Drehung, mit letzter Kraft hinterher hecheln, Schuss, Tor. Das 2:2 war erkämpft und damit auch der Endstand, mit dem beide Mannschaften zufrieden sein konnten.

Nach den Strapazen des ersten Matches musste dann erstmal eine passende Stärkung gefunden werden. Ein paar Wienerle und ein Radler erwiesen sich schon öfters als „der“ Snack für Champions und so konnte man nach dem Verzehr zuversichtlich der bevorstehenden Schlacht gegen „RK Bayreuth“ entgegensehen. Speziell beim Bernd zeigte das Würstchendoping erste Anzeichen der Wirkung, der verkündete souverän: „...jetzt bin ich heiß aufs Toreschießen.“ Dies gelang dem Böhme Bernd im Spiel recht gut, nach Einwurfvorlage vom Anoddi lochte er energiegeladen den 1:0 Führungstreffer für den 1.FC Heinze. Auch die restliche Mannschaft schien wie ausgewechselt, das Zusammenspiel wurde sicherer und der Druck auf den Gegner wuchs. Die rotierenden Heinze Abwehrreihen mit Huss, Wohli, Andi und dem Frank tolerierten keinen Angreifer im 9-Meterkreis und erstickten jede Gefahr im Keim. Dem Jörg war das scheinbar zu langweilig und so leistete er sich ein filigranes Dribbling an der Torauslinie. Schließlich brach der Widerstand des Gegners unter dem Druck des rotierenden Sturmblocks mit Scotty, Anoddi, Elmar und dem Böhme Bernd, der das 2:0 markierte. Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können, doch der Steilpass aus den eigenen Reihen war dem Scotty wohl nicht nah genug an der Seitenauslinie und so konnte der Keeper die 100%ige Chance vereiteln. „RK Bayreuth“ konnte nun keine sportlichen Akzente mehr setzen, der Frust darüber verleitete die Spieler zu weinerlichen Reklamationen bei Ballverlusten im fair verteidigtem Heinzestrafraum und zu übertriebener Härte. In der Schlussminute bekam diese der Elmar zu spüren, als in Psychopatenmanier ein Gegner mit einer feigen Grätsche von hinten eine Fehldosierung seiner Medikamente vermuten ließ. Der Schiedsrichter behielt die Situation im Griff und sperrte den grobmotorischen Übeltäter für das nächste Spiel.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass es eine Wohltat war unter der Aufsicht „amtlicher“ Schiedsrichter zu spielen, da bei anderen Turnieren ähnlich aggressive Spielweisen stets ungeahndet blieben. Keine Wohltat dagegen war die „Brill’n“, die der Jörg und der Elmar beim anschließenden „Muck’n“ dem Andi und dem Scotty verpassten. Da mussten gleich mal ein paar Wienerle als Frustbewältigung verdrückt werden.


Tor! Schon wieder der Bernd...

Wir waren ja so gut...


... Weidenberg-Star Bernd!


Muck`n

Mit dem 2:0 Sieg im zweiten Vorrundenspiel stiegen für den 1.FC Heinze die Chancen ins Achtelfinale einzuziehen.

Im dritten Spiel gegen „265 1/2 grüne Wolle“  würde ein Unentschieden das Vorrücken ermöglichen, aber natürlich strebte man einen Sieg an. Die konzentrierte und kämpferische Spielweise in den Anfangsminuten zahlte sich aus. Bei einer scharfen Flanke vom Scotty vor das gegnerische Tor, wartete dort der Bernd auf seinen dritten Turniertreffer. Doch ein Abwehrspieler vereitelte seinen Hattrick, markierte aber damit den 1:0 Führungstreffer für den 1.FC Heinze. Eigentor! Die ebenbürtigen Mannschaften neutralisierten sich anfangs, doch dann schlichen sich beim FC Heinze Unsicherheiten ein. Diese und die mangelnde Laufbereitschaft bei einem Abstoß nutzten die „265 ½ grüne Wolle“konsequent zum 1:1 Ausgleichstreffer. Danach fand der FC Heinze nicht mehr zu seinem souveränen Spiel. Zwar erarbeitete man sich noch einige Chancen, doch in einem unübersichtlichen Gestochere an der Mittellinie erkämpfte sich ein Gegner den Ball, konnte unbehindert in den unbewachten Heinzestrafraum vordringen und das 1:2 erzielen. Damit wurde dem Heinzespiel der kreative Todesstoß verpasst, das 1:3 war dann nur noch eine logische Konsequenz. Bei einer Ecke lief ein Angreifer unbeirrt im Rücken der Abwehr vor das Heinzetor. Dessen Schuss parierte der Jörg mit einer Reflex-Bauchabwehr, doch im Nachsetzen hatte die träge Abwehr gegen einen weiteren ungedeckten Angreifer das Nachsehen.

Das Ausscheiden des 1.FC Heinzes war damit besiegelt und zu guter Letzt gab es keine Wienerle mehr, die bei der Frustbewältigung sicherlich positiven Einfluss gehabt hätten.

 

Herzlichen Dank an Norbert Wenzl und den Stammtisch 1516 Bayreuth für die Einladung!


Der Autor...

Andy, 18.04.2004

Bilder: Ramona